Wirtschaftspsychologie – Einsatzgebiete, Berufsfeld und verwandte Berufsfelder

Ein Studium der Wirtschaftspsychologie qualifiziert für ein breites Spektrum an verschiedenen Tätigkeiten, die zukünftig immer stärker zum Einsatz kommen werden. Viele Unternehmen bauen auf Wirtschaftspsychologen, um ihnen bei der Auswahl und Einstellung von neuen Mitarbeitern zu helfen. Sie können die verschiedenen Abteilungen bei der Bewerberauswahl unterstützen und den Mitarbeitern mit Trainings und Coachings für die Karriereplanung hilfreich zur Seite stehen. Auch Personalberatungen und Headhunter setzen verstärkt auf Absolventen der Wirtschaftspsychologie.

Mit Ihrem Studium können Sie jedoch auch eine Anstellung bei einer Unternehmensberatung finden. Sie untersuchen, welche positiven und negativen Auswirkungen die einzelnen Tätigkeiten in einem Unternehmen haben und wie die diversen Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden können.

Da in den meisten Studiengängen der Wirtschaftspsychologie auch die Werbe- und Kommunikationspsychologie eine Rolle spielt, können Sie auch in einer Marketingagentur arbeiten. Sie stehen in engen Kontakt zu den Kunden und arbeiten an neuen Werbekampagnen, die die richtigen Zielgruppen ansprechen sollen. Auch im Bereich der Medien ist ein Studium der Wirtschaftspsychologie von Vorteil, da das Programm gezielt auf die jeweiligen Zuhörer bzw. Zuschauer abgestimmt wird.

Sammeln Sie bereits während des Studiums mit verschiedenen Praktika Praxiserfahrung und Kontakte. Umso leichter wird Ihnen der Einstieg ins Berufsleben und in Ihr gewünschtes Berufsfeld fallen.

Studiengang Wirtschaftspsychologie: Zur “Seele” des Marktes

Der Studiengang Wirtschaftspsychologie ist als Zweig der Sozialpsychologie noch recht jung. Der Ursprung lässt sich etwa um das Jahr 1912 datieren. Heute, im Angesicht einer komplex vernetzten Ökonomie, finden Wirtschaftspsychologen schnell Eingang in differenzierte Tätigkeiten. Nicht nur in der Empirie, sondern auch in der Praxis.

Marketingberatung, Coaching, Organisation, Personalauswahl und Unternehmensberatung sind nur einige wenige Tätigkeiten. Ein Studium der Wirtschaftspsychologie kann schon früh auf einen dieser Zweige ausgerichtet werden. Doch Kosten und Inhalte unterscheiden sich in den verschiedenen Ausbildungsformen. Die Abschlüsse können an Universitäten, Fachhochschulen oder Akademien erworben werden. Letztere sind meist in privater Hand und haben vergleichsweise hohe Studiengebühren von mindestens 300 Euro pro Semester. Dafür ist die Ausbildung schneller abgeschlossen, die Ausstattung ist modern und die Seminare in kleinen Gruppen von etwa 15 Teilnehmern sind praxisnah. Am Ende stehen eine Urkunde und der anerkannte, englische Bachelor. Häufig vollziehen Akademiestudenten einen schnelleren Übergang ins Berufsleben.

Auch Fachhochschulen zeichnen sich durch diesen hohen Praxisbezug im Studium der Wirtschaftspsychologie aus. Wie auch bei den Berufsakademien brauchen Bewerber nicht zwingend die allgemeine Hochschulreife. Ein Realschulabschluss mit abgeschlossener Ausbildung oder eine fachgebundene Hochschulreife reichen aus. Die Teilnehmerzahlen pro Seminar liegen bei 30 bis 40. Insgesamt widmen sich die Inhalte auch der Forschung im jeweiligen Bereich, doch auch hier mit mehr Praxis als Theorie. Dabei sind die Inhalte freier kombinierbar. Je nach Träger können Studiengebühren anfallen.

Sehr auf Theorie und Empirie ausgerichtet stellt sich ein Studium an der Universität da. Bei den Vorlesungen erscheinen teils hunderte von Studenten und die Praxisbezüge sind gering. Dafür sind die Ausbildungsmodule sehr frei kombinierbar. Dank Partnerschaften mit anderen Hochschulen, bestehen bei den renommierten Abschlüssen Chancen auf Forschungsstipendien.
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Was ist Wirtschaftspsychologie?

Das Studium der Wirtschaftspsychologie ist ein interdisziplinäres Studium, das heißt, Ihnen wird Wissen aus zwei Bereichen vermittelt. Sie lernen sowohl die Wirtschaftswissenschaften, als auch die angewandte Psychologie kennen. Außerdem werden Sie sich mit dem Verhalten, und mit den sozialen, subjektiven Empfindungen von Menschen, welche sich in einem ökonomischen Umfeld befinden, beschäftigen.

Die Teilgebiete der Wirtschaftspsychologie sind zahlreich und umfassend. Die Personalpychologie, zum Beispiel, beschäftigt sich mit dem Verhalten von Personal im Beruf. Ihre Aufgabe ist es herauszufinden wie sie das Personal motivieren können, denn wer Spaß an der Arbeit hat, arbeitet besser und schneller.
Ein andere Bereich, die Marktpsychologie, ermittelt was zurzeit auf dem Markt gefragt ist. Was wird gerade sehr oft von den Konsumenten gekauft? Was sind sie bereit dafür auszugeben?

Die Einsatzgebiete sind ebenso zahlreich. Ob Sie nun bei der Marktforschung mitarbeiten, oder bei einem Unternehmen in der Personalauswahl beziehungsweise in der Personalentwicklung, ist Ihnen überlassen. Der Markt wächst und verändert sich, der Konsumverbrauch ebenso. Das heißt solange es Markt und Konsumenten gibt, solange wird die Wirtschaftspsychologie, für Analysen und Verbesserungen gebraucht werden.